LOG OUT

logo log outModellprojekt zur Prävention von Medienabhängigkeit in Niedersachsen

Die Nutzung von digitalen Medien ist mittlerweile fester Bestandteil des öffentlichen und privaten Lebens von Jugendlichen und auch Erwachsenen. Das Internet ist ein interaktives Medium, in dem sich Menschen präsentieren und aktiv beteiligen können. Sie können leicht miteinander kommunizieren und gemeinsam spielen. Darüber hinaus bietet es Konsum- und vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten – und das zu jeder Zeit.

Eine große Gruppe nutzt diese Möglichkeiten selbstbestimmt und sicher. Wir wissen aber auch, dass es problematische Nutzungsmuster gibt, die in einer Abhängigkeitserkrankung münden können. Dies betrifft insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, wobei junge Männer sich eher in Online-Rollenspielen verlieren und junge Frauen in der Online-Kommunikation. Über 50.000 Menschen in Niedersachsen gelten als internetabhängig, darunter ca. 23.000 der 14-24-Jährigen.

Das Land Niedersachsen fördert seit Jahresbeginn für drei Jahre das Modellprojekt LOG OUT – unabhängig im Netz. In diesem Rahmen soll an vier niedersächsischen Fachstellen für Sucht und Suchtprävention ein Präventions- und Beratungsangebot bei problematischem Medienkonsum implementiert werden. Das Projekt wird von der NLS koordiniert und von Frau Prof. Soellner, Universität Hildesheim, evaluiert.

Angebote der LOG OUT-Standorte

BERATUNG

  • Beratung von Menschen, die soziale, schulische/berufliche und/oder körperliche Probleme wegen des exzessiven Medienkonsums bekommen oder haben

          Ziele der Beratung sind

    • das Ausmaß des Problems zu bestimmen
    • ggf. durch weitere Beratungstermine Erarbeitung einer Problemlösung
    • bei Bedarf Vermittlung einer ambulanten oder stationären Therapie

  • Beratung von Angehörigen, die sich wegen der exzessiven Mediennnutzung ihres Kindes Sorgen machen (auch andere Bezugspersonen wie Freund oder Lehrkräfte können sich diesbezüglich an die Beratungsstelle wenden)

          Ziele der Beratung sind

    • das Ausmaß des Problems zu bestimmen
    • ggf. durch weitere Beratungstermine eine Problemlösung zu erarbeiten bzw.
    • Motivationsstrategien zu entwickeln, damit der/die Betroffene Beratung und Hilfe annimmt

PRÄVENTION

  • Präventionsveranstaltungen für Jugendliche (z.B. für Schulklassen, Jugendzentren, Jugendgruppen etc.)
  • Präventionsveranstaltungen für Eltern (z.B. Elternabende)
  • Schulungen für Multiplikator/innen (z.B. Lehrer/innen und Schulsozialarbeiter/innen)

 

Materialien

 


Kontakt zu den LOG OUT-Standorten

logout adressen Delmenhorstlogout adressen Goslarlogout adressen Hannoverlogout adressen Osnabrück


Ansprechpartnerin in der NLS

Ricarda Henze (Tel.: 0511 / 62 62 66-17, EMail)


Auch andere Fachstellen für Sucht und Suchprävention können zu dieser Problematik angesprochen werden (s. Home/Adressen).