KiTa

logo-starkidsstarKids – Starke Kinder von Anfang an

Das Projekt starKids setzt erfolgreiche Suchtprävention und Gesundheitsförderung in niedersächsischen Kindertagesstätten um.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und beinhaltet vor allem die Kompetenzerweiterung der Erzieher/innen in Bezug auf Suchtprävention. Die zentrale Arbeit dazu wird über einen Arbeitskreis durchgeführt und gesteuert, den die regionale Fachkraft für Suchtprävention in ihrer Region gründet. Alle Kindertagesstätten einer Region können an dem starKids -Arbeitskreis teilnehmen. Je zwei Personen einer Einrichtung (KiTa-Leitung und ein/e weitere/r pädagogische/r Mitarbeiter/in) sind die Mitglieder in diesem starKids -Arbeitskreis.

StarKids ProjektaufbauDer starKids -Arbeitskreis trifft sich über einen Zeitraum von 3 Jahren und erarbeitet und diskutiert gemeinsam mit der Fachkraft für Suchtprävention alle suchtpräventiv relevanten Themen (siehe Abbildung), die dann von den Arbeitskreis-Mitgliedern in ihre jeweilige Einrichtung implementiert werden. Die Umsetzung in der einzelnen KiTa erfolgt mit größtmöglicher Flexibilität in einem festen Rahmen. Vorgegeben sind lediglich das Thema und die Ziele.

Während in den ersten beiden Jahren die Erzieher/innen das in dem Arbeitskreis Erfahrene in den Kindergartenalltag gezielt einfließen lassen, soll im letzten Jahr Suchtprävention konkret auch mit den Kindern aufgegriffen und umgesetzt werden:

Dazu wird mit den Kindern über einen längeren Zeitraum zunächst das Spielzeug reduziert und/oder ganz entfernt. So entsteht Zeit und Raum für neue Erfahrungen. Viele Themen der vorangegangenen zwei Jahre (Gefühle, Konflikte, Konsumverhalten, Frustrationstoleranz …) finden in dieser Aktion unmittelbaren Niederschlag.
Durch die intensive Auseinandersetzung und Erarbeitung aller suchtpräventiven Themen auch in der Arbeit mit den Kindern soll das starKids -Programm auch über den Projektzeitraum hinaus nachhaltig in die Kindertagesstätten integriert werden.

starKids startete im Kindergartenjahr 2011/2012 in 15 KiTas in den Regionen Celle, Hannover, Osnabrück, Salzgitter und Wildeshausen. Begleitend wurde eine quantitative Konzept- und Prozessevaluation durchgeführt.  KKH-Logo SZ 4cDie Implementierung und Evaluation von starKids wird freundlicherweise von der KKH Kaufmännische Krankenkasse unterstützt.
 

NEU: Die Evaluation hat sehr positive Ergebnisse gezeigt: "Zusammenfassend kann aufgrund der hier vorgestellten Ergebnisse die starKids-Konzeption als ausgesprochen erfolgreiches Instrument zur Suchtprävention und Gesundheitsförderung in niedersächsischen Kindertagesstätten bezeichnet werden. Die einzelnen thematischen Bausteine erhielten von den beteiligten Akteuren durchgehend Bestnoten" (NLS (Hrsg.): starKids - starke Kinder von Anfang an. Evaluationsbericht. Hannover, 2015). Gesamter Evaluationsbericht hier zum Download.

starKids-FlyerDer starKids-Info-Flyer gibt weitere Informationen zum Projekt.

Ab 2016 stehen in 13 niedersächsischen Regionen in starKids geschulte Fachkräfte für Suchtprävention zur Verfügung. Adressliste hier

Bezugsquelle/Ansprechpersonen: Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen
Ricarda Henze (Tel.: 0511 / 626266-17, Email)
Ingeborg Holterhoff-Schulte (Tel.: 0511 / 626266-16, Email)





Spielzeugfreier Kindergarten –
Ein Projekt zur Suchtprävention für Kinder und mit Kindern

Ziele:

  • Förderung der Lebenskompetenzen u.a.
    • Stärkung der Beziehungsfähigkeit
    • Stärkung der Wahrnehmung persönlicher Bedürfnisse und des Selbstvertrauens
    • Stärkung der sprachlichen Kompetenz
    • Förderung der Kreativität und des kritischen Denkens
    • Frustrationstoleranz und Spielfähigkeit
  • Veränderung des Konsumverhaltens der Kinder
  • Soziales Lernen in der Kindergruppe

Kurzbeschreibung:

Das Projekt setzt sich mit den Konsumgewohnheiten von Vorschulkindern und dem großen Spielzeugangebot in Kinderzimmern und Kindergärten auseinander.

Durch die Herausnahme des Spielzeuges und der Spielangebote für eine begrenzte Zeit von 3 Monaten wird eine Situation geschaffen, in der Kinder wieder Raum und Zeit bekommen, miteinander zu reden, zu planen und Ideen umzusetzen. Die Kinder bekommen die Chance ihren eigenen Rhythmus, ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten zu erkennen und sich stärker auf Gruppenprozesse einzulassen.

An Materialien stehen den Kindern in dieser Zeit Alltagsgegenstände zur Verfügung: Kissen, Decken, Tücher, Papier, Klebstoff und gesammelte Naturmaterialien bekommen die Kinder auf Nachfrage von den Erzieherinnen.

Diese wechseln dabei in eine beobachtende und abwartende Rolle, statt ständig neue Spielangebote zu machen. Die Erzieherinnen sind interessierte Beobachterinnen und Begleiterinnen der Kinder.

Während des gesamten Projektes findet eine intensive Elternarbeit (3 Elternabende) und ggf. ein Großelternvormittag statt.

Bezugsquelle/Ansprechpersonen:

Aktion Jugendschutz /Landestelle Bayern e.V.
Fasaneriestr. 17
80636 München
http://www.spielzeugfreierkindergarten.de/

Besonderheiten/Kosten:

Eine externe Projektbegleitung zur Vorbereitung z.B. zur Unterstützung in der Elternarbeit und zur Praxisreflexion wird empfohlen.