• Kompetent in Suchtfragen

    Die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen ist die Dachorganisation aller Suchthilfe-Einrichtungen und Selbsthilfe-Organisationen der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e.V.

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    HALT Niedersachsen ist ein bundesweites Alkoholpräventionsprojekt, das entwickelt wurde, um den Trend der steigenden Zahlen der Kinder und Jugendlichen, die wegen Alkoholintoxikation in Krankenhäusern behandelt werden müssen, entgegen zu wirken.

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Aktionstag Suchtberatung am 10.11.2022

Pressemitteilung
Studie bestätigt Wert ambulanter Suchthilfe – Jeder Euro für die Suchtberatungsstellen spart der Gesellschaft Folgekosten von 17 € – Aktionstag
Suchtberatung am 10.11.2022 – Motto: „Wir sind für alle da … noch“
Eine Studie zur Wertschöpfung der ambulanten Suchthilfe bestätigt den hohen gesamtgesellschaftlichen Nutzen der ambulanten Suchtberatung. Demnach erspart jeder hierfür eingesetzte Euro der Gesellschaft jährlich rund 17 € an Folgekosten. Zu diesem Ergebnis kommt die xit GmbH Nürnberg im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.



„In Niedersachsen gibt es mit den 75 Fachstellen für Sucht und Suchtprävention ein flächendeckendes und wohnortnahes ambulantes Suchtberatungsangebot, an deren Finanzierung sich auch das Land beteiligt. Die Beratungsstellen tragen dazu bei, die Lebensqualität der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen zu verbessern,“ erläutern Marco Brunotte, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG FW) und Evelyn Popp, Vorsitzende der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) und Leiterin der Drogenberatung Delmenhorst. „Suchtberatungsstellen beraten, behandeln und begleiten, unterstützen und stabilisieren Abhängigkeitskranke in Krisen sowie in dauerhaft herausfordernden Lebenssituationen. Damit bieten sie eine unverzichtbare Hilfe für suchtgefährdete und abhängigkeitskranke Menschen und ihre Angehörigen,“ erläutert Popp weiter. „Jeder in die Beratung investierte Euro vervielfacht den gesellschaftlichen Nutzen und erzeugt damit einen Mehrwert für die Gesellschaft. Die niedrigschwellige Hilfe vor Ort hilft also nicht nur den Betroffenen, sie kommt der ganzen Gesellschaft zugute,“ so die Vorsitzende der NLS.

LAG FW und ihre Facharbeitsgemeinschaft NLS begrüßen die Aussagen zur Sucht- und Drogenberatung im Koalitionsvertrag und die Absicht der neuen Landesregierung, die Sucht und Drogenberatung in Niedersachsen finanziell absichern und ausbauen zu wollen. Darüber hinaus seien allerdings auch Maßnahmen zur Verbesserung und Intensivierung der Präventionsarbeit dringend erforderlich. Brunotte und Popp und verweisen mit Blick auf die seit Jahren angespannte Finanzsituation der Beratungsstellen auf den bundesweiten Aktionstag Suchtberatung, der am 10.11.2022 unter dem Motto: „Wir sind für alle da … noch“ stattfindet. „Die ambulante Suchthilfe sieht sich aktuell noch stärker als bisher mit den Auswirkungen der Coronapandemie und der Energiekrise konfrontiert. Das stellt viele Einrichtungen vor existenzielle Herausforderungen.“

Mit dem Aktionstag Suchtberatung soll an möglichst vielen Orten gleichzeitig auf den Stellenwert der Suchtberatungsstellen aufmerksam gemacht und eine breite Öffentlichkeit über die Arbeit und die Angebote der Beratungsstellen informiert werden.

Kontakt:

Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen in der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen, Grupenstr. 4, 30159 Hannover, Tel.: 0511 / 626266-0, Internet: www.nls-online.de
Link zum Kurzbericht der erwähnten Studie:
https://www.stmgp.bayern.de/wpcontent/uploads/2022/09/kurzbericht_wertschoepfung_ambulante_suchtberatung.pdf