19
Mär
2020

(im Kalender speichern)



Jahrestagung der NLS: Sucht geht alle an! Eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe
Eine Suchterkrankung stellt nicht nur Betroffene und deren Umfeld, sondern auch die verschiedenen Hilfesysteme und die Gesellschaft als Ganzes vor Herausforderungen. In der Schulden- oder Familienberatung, in der Wohnungslosen- und Jugendhilfe – als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe spielen der Missbrauch oder
die Abhängigkeit von Suchtstoffen oder süchtiges Verhalten in nahezu allen Arbeitsbereichen der Wohlfahrtspflege eine große Rolle, ebenso in den Jobcentern, in Krankenhäusern und Arztpraxen, in den Einrichtungen der Justiz und am Arbeitsplatz. Sucht geht in der Regel mit sozialen, seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen einher. Entsprechend sind ‑ mit unterschiedlichen Kompetenzen, Leistungen und Rollen ‑ medizinische, psychologische und soziale Berufe und Einrichtungen für Suchtfragen zuständig. Innerhalb des Gesundheitssystems und insbesondere im Feld der suchtbezogenen Hilfen sind die ambulanten Suchtberatungsstellen ein ganz wichtiger Akteur. Sie nehmen Funktionen war, die weder Ärzte noch niedergelassene Therapeut*innen erbringen können. In Anbetracht der prekären Finanzierung, die die Arbeit der Fachstellen für Sucht und Suchtprävention aktuell gefährdet, werden wir im Rahmen unserer Jahrestagung die Bedeutung der ambulanten Suchtberatung als Querschnittsaufgabe erörtern und ihren Wert für die Gesellschaft als Ganzes diskutieren.

Zielgruppe: Fachkräfte und Entscheidungsträger unterschiedlicher Fachbereiche,
Vertreter von Kommunen, Behörden und Verbände sowie alle an dem Thema Interessierte

Termin & Ort: 19. März 2020, Akademie des Sports, Hannover